hYpercrites Blog

Die Abenteuer eines Kevin!

Vom 10.09. bis 12.09.2021 war es endlich wieder soweit. Nach vielen, vielen Jahren habe ich doch tatsächlich mal wieder an einer LAN-Party teilgenommen. Gezockt wurde u.a. CSGO (selbstverständlich!), Unreal Tournament 2004 sowie Quake 3 Arena, FlatOut 2, Call of Duty United Offensive, Call of Duty 2 und sogar eine kleine Runde Command and Conquer Generals.

Die Anfahrt war anfangs recht unspektakulär: 10:50 Uhr mit dem Zug los, Ankunft in Hamburg 11:38 Uhr. Jedoch sollte sich das Ganze dann verkomplizieren, da es schon einen großen Stau gab, bevor der FlixBus überhaupt erst in Hamburg eingetroffen ist. Und so kam es dann, dass ich zur geplanten Abfahrtszeit von 13:30 Uhr erst um 15 Uhr im Bus saß, hinzu kam dann später noch mal ein kleiner Stau kurz nach Hannover, so dass ich nicht wie geplant um 17:40 Uhr in Bielefeld ankam, sondern um ca 21 Uhr. Nachdem ich von dort abgeholt wurde, wir nach Hamm fuhren und die Rechner (bzw. mein ThinkPad) dann gegen 22 Uhr endlich standen und alles losgehen konnte, war das aber auch schnell wieder vergessen. (Die Rückfahrt verlief übrigens reibungslos)

Würde ich noch mal mit dem FlixBus fahren? Ja.
Würde ich nächstes mal früher fahren (was aufgrund der Tatsache, dass ich ab Bielefeld mit dem Auto mitgenommen wurde, nicht möglich war)? Na unbedingt!


Also, zurück zur LAN-Party: nicht alle konnten oder wollten mitspielen, so kam es dann dass manche mit einer XBOX aufkreuzten oder einfach nur PUBG gespielt haben. Da sowas aber zu jeder LAN gehört, war es trotzdem ganz lustig.

Highlights waren dann u.a. eine handzahme Taube, welche mit uns zusammen gechillt hat, sowie eine absolut geile Lasagne, wie ich sie noch nie gegessen habe. Ein bisschen gruselig war das Haus, in welchem wir uns einquartierten. Von außen hin recht modern (und riesengroß, holy Shit) aber von innenen irgendwie in den 90ern hängen geblieben.

Wer ein paar Fotos zur LAN-Party sehen möchte, der kann das hier. Zugegebenermaßen wenig Fotos und ein Gruppenfoto haben wir irgendwie auch vergessen, aber nach so einer Tour und der kurzen Zeit die ich letztendlich da war, war es mir egal und ich wollte lieber zocken, zocken, zocken!
Mein heißgeliebtes Thinkpad war so tapfer und hat mich brav alle Spiele mühelos spielen lassen. Einzig FlatOut 2 wollte erst so richtig, als ich alle Einstellungen (wirklich alle) auf das absolute Minimum herunterschraubte.

Im übrigen habe ich am Freitag, während der ganzen Warterei und der Fahrt, meine Maske getragen und hatte absolut null Probleme damit. Wer jetzt immer noch deswegen rumheult, hat immer noch nicht begriffen, dass man damit nicht die erhoffte Aufmerksamkeit erhält und sollte sich schämen. (Ja, dieser Seitenhieb musste hier noch rein, dafür war noch Platz.)

Abschließend bleibt zu sagen, dass trotz der nervenaufreibenden Fahrt, die LAN-Party absolut geil war, also: "Netter Ebayer, gerne wieder!"

Ich habe mich mittlerweile so sehr an den Lockdown gewöhnt, dass mir der Gedanke der Normalität irgendwie Angst einflöst. Ich meine, wirklich viel hat sich für mich in Hinsicht der letzten Jahre nicht viel geändert, zumindest nicht im negativen Sinne, war ich doch schon immer gerne alleine (zu Hause, ahuehuehue, Kevin allein zuhaus). Was mir eher Sorgen macht, ist, was danach kommt.

Ich muss gestehen, dass ich diese lockere Art sehr mag. Kaum ein Amt geht einem auf den Sack, und wenn, dann nur auf einem minimalem Level. Die Leute rücken einem nicht mehr auf die Pelle und alles ist irgendwie allgemein entspannter geworden.
Natürlich ist der Grund für das alles scheiße, genau so wie die Leute die denken sie seien was besonders und sich an nichts halten wollen, alles besser wissen und alles nur in die Länge ziehen und verschlimmern, gar keine Frage. Aber darum geht es mir hierbei ja gar nicht.

Und danach? Wenn der ganze Humbug mal wieder vorbei ist, was dann? Muss ich dann wieder ewig hinter jedem Brief hinterherrennen? Gehen mir dann alle wieder auf den Sack? Muss ich dann wieder ewig lange Busfahrten auf mich nehmen, für ein gespräch was schon damals am Telefon super funktioniert hätte (und, wer hätte das gedacht, jetzt auch tut?), nur um einen ganzen Tag in den Sand zu setzen? Mich graust der Gedanke daran, unnötig viele Botengänge und "Pflichtveranstaltungen" beizuwohnen, nur weil man das im zurückgebliebenem, vor der Zeit der Digitalisierung, Deutschland schon seit jeher so gemacht hat und die Maschinerie einfach nur den Knall nicht gehört hat.

Wenn uns diese Pandemie eines gezeigt hat, dann nicht nur, dass wir Menschen als Herde einfach scheiße dämlich sind, sondern dass der ganze Krempel, wie Homeoffice oder Anträge online zu organisieren, tatsächlich schon seit Jahren reibungslos funktioniert hätte können, wenn sie es gewollt hätten. Das will ich nicht missen müssen.

Wäre es mir möglich, mein Lebensmittel online zu bestellen, also, so richtig, und nicht diese eigenartigen Pseudo-Produkte die mir z.B. Rewe auf deren Onlineseite andrehen will, von denen ich im Leben noch nie gehört habe, dann müsste ich quasi gar nicht mehr die Wohnung verlassen.
Und ich wäre glücklich damit.

Ich bin gespannt wie sich das Ganze entwickelt, immerhin wird das ja nun noch eine ganze Weile so bleiben, jedoch werden nach dem Theater die regulierungen nach und nach wieder aufgehoben, wann auch immer das sein wird, aber viele der Bequemlichkeiten die wir heute haben, werden einem dann wieder genommen.

Abschließend bleibt nur zu hoffen, dass man sich an den Luxus, den wir uns aktuell "leisten" können, nicht all zu sehr gewöhnt hat, und dass uns der Umstieg zurück zur Normalität nicht zu schwer fallen wird. Mir gefällt der Gedanke jedenfalls ganz und gar nicht.

...wie ich manchmal anfangen soll, etwas zu schreiben. Da kommt mir oft ein Gedanke, einen Eintrag zu schreiben, und habe dann oft mittendrin den Faden verloren, höre dann auf zu schreiben und dann landen die Beiträge nur unveröffentlicht in der Datenbank.

Aktuell habe ich mehr so das Gefühl von "Ruhe vor dem Sturm", es ist viel zu wenig los in meinem Briefkasten und wenn ich eines bisher gelernt habe, dann, dass sowas immer ein schlechtes Omen ist. Was genau mich da erwartet, weiß ich natürlich nicht, aber es wird sicher wieder irgend eine Scheiße sein, die von der ARGE, dem Vermieter oder irgend einem anderen Amt kommt... Wie immer, quasi.

Der Gedanke daran lässt mich manchmal schlecht schlafen. Vor allem der Gedanke an gewisse Ämter, die wieder wegen irgend einer Scheiße, die ich nicht auf dem Schirm hatte, Geld von mir haben wollen, welches ich gar nicht habe. Das Ganze verunsichert mich, immer diese verfickte Geldscheiße, meine fresse ey.

Was noch? Ach ja, ich werde bald 31. Irgendwie seltsam, fühlte sich die Zahl 30 noch an, als würde mein halbes Leben schon rum sein, hatte ich nun seither eher den Eindruck, als würde die Zeit langsamer vergehen. Es fühlt sich für mich noch gar nicht nach Juli an, aber alt fühle ich mich trotzdem. Und fett.

Ich wollte dieses Jahr eigentlich mit einer Fleischdiät beginnen aber irgendwie kann ich mir die Scheiße ja doch nicht leisten. Fleisch ist teuer, wer hätte das gedacht? Aber ich denke, selbst wenn, hätte ich nicht die Kondition und den Willen, sowas lange genug durchzuhalten.

Habe ich eigentlich noch irgendwas im Griff? Hatte ich das je? Es fühlt sich jedenfalls nicht so an. Erschreckender als das ist wohl nur noch die Tatsache, dass es mich, wenn ich so darüber nachdenke, eher kalt lässt. Und das sollte es ja gar nicht. Oder vielleicht doch? Hm.

Aktuelles "immer mal wieder anhör"-Lied: Bring me The Horizon - Shadow Moses. Weiß auch nicht, irgendwie... finde ich das gedanklich zu all dem ganzen Kram, der mich insgeheim beschäftigt, Passend.