hYpercrites Blog

Die Abenteuer eines Kevin!

Nach über einem Jahr sparen, okay eigentlich schon länger, habe ich es tatsächlich geschafft, mir einen neuen Computer zusammenzukrempeln. Das hatte jedenfalls auch den Vorteil, dass ich alles bis ins kleinste Detail planen konnte, und bisher ist auch fast alles* davon aufgegangen.

Dieses mal wollte ich was ganz neues, nichts gebrauchtes. Naja gut, bis auf das Netzteil, weil das noch relativ neu ist, modular und für den PC mehr als ausreichend. Hinzu noch meine alten HDDs, da diese eh nur meiner Datensammelwut dienen und nicht schnell sein müssen, auf einer davon sind sogar noch dateien von vor 2005, verdammich.

Aber apropos 2005, aus der Zeit stammte sogar noch mein altes Gehäuse, dieses musste nun meinem neuen Fractal Design Define C weichen. Es ist kleiner als das Alte, passt nun aber endlich vernünftig unter meinen Schreibtisch (und ragt nicht mehr ca 10min unter dem Tisch hervor) und hat so schönes neues Spielzeug wie etwa Kabelkanäle und anderen Hokus-Pokus von welchem ich damals noch nicht mal hätte träumen können.

In das Gehäuse ist ein Gigabyte B550M DS3H Mainboard verschraubt, auf welchem nun ein AMD Ryzen 5 3600XT tront. Das war irgendwie eine eher glückliche Fügung, denn geplant war anfangs ein 3600X, der ist jedoch mittlerweile so sehr im Preis gestiegen, dass ich eher noch weiter warten wollte, mit dem kauf, jedoch habe ich dann rein zufällig gesehen, dass es die überarbeitete Variante, also den 3600XT aus 2020 um ca 40€ günstiger gab. Was auch immer die sich dabei gedacht haben, vermutlich eine höhere Nachfrage bei dem X-Modell, aber hey, ZUGESCHLAGEN!

Was ein bisschen "lästig" war, war jedoch, dass das Mainboard den Prozessor erst nach einem BIOS-Update unterstützt, dafür muss man dann das Board ohne alles betreiben, also ein paar extra Schritte, bisschen länger warten, aber alles in allem verlief dies reibungslos.

Das ganze Gelöt darf nun auch mit schnellerem, größerem RAM werkeln, 32gb DDR4 3200 um genau zu sein, wundervoll.

Einzig die neue Grafikkarte fehlt noch, da die, die ich mir holen wollte (* s.o.), im Preis einfach irrsinnig gestiegen ist. von 380€ auf 550€, na hömma! ...jedenfalls werkelt nun noch meine alte R9 390 Nitro darin, und (noch) nicht die RX 5700XT, aber das kommt auch noch, sobald sich die Preise jemals normalisiert haben. Oder dann vielleicht sogar schon ein neueres Modell? Wer weiß.

Oft genug habe ich nun betont, wie sehr ich es liebe mag, alleine zu sein, jedoch ist es etwas ganz anderes, einsam zu sein.

Ich denke nicht, dass ich mir das einbilde, jedoch ist mir aufgefallen, dass mich Kontakte gerade auch von früher, immer wieder anders behandeln. Ich kann nicht genau sagen, ob es daran liegt, dass ich mich verändert habe, oder aber ob es die Menschen an sich sind, die sich ebenso geändert haben, jedoch begegnet man mir zunehmend negativ.

Wenn ich mich bei Kontakten melde, mit denen ich früher fast täglich schrieb, telefonierte oder redete, dann werde ich mittlerweile regelrecht angefahren, gar beleidigt. Aber warum ist das so? Ich hatte diese Kontakte eigentlich oftmals in guter Erinnerung, man hatte sich einfach nur auseinandergelebt, zumindest nach meiner Definition. Aber auch wenn ich jemand neues kennen lerne, dann wird mir direkt das Gefühl vermittelt, dass ich froh sein kann, sich mit mir überhaupt abzugeben.

Als kleines, wenn auch dummes Beispiel sind da Dating-Apps. Ich wurschtel mich mittlerweile aus purer Langeweile durch drei verschiedene Apps, und wenn dann mal so ein Match zustandekommt, dann wird entweder gar nicht erst geantwortet, oder geschrieben. Irgendwie verstehe ich den ganzen Krempel nicht mehr. Klar, ich werde älter und alles wird irgendwie anders, es ist nicht mehr so "leicht" jemanden "rumzukriegen", aber es kommt nicht mal mehr der kleinste Flirt zustande.

Es ist niederschmetternd, und ich habe das gefühl, so langsam an dem ganzen Kram zu verzweifeln. Ich bin nach wie vor gerne alleine, aber dennoch nicht ungewollt und trotzdem einsam. Ich habe einfach das Gefühl, dass niemand mehr Interesse an mir hat und ich sehe auch, dass das immer schlimmer wird.
Mir war schon früh bewusst, dass ich wohl oder übel irgendwann alleine vormichhin siechen werde, mir war nur nie klar, wie einsam ich mich damit fühlen würde. Das ist etwas, was ich lange Zeit nicht mehr gefühlt habe und es macht mir ehrlich gesagt schon so langsam ein bisschen Angst.

Ich denke, was mir manchmal helfen würde, wäre ein kleiner Flirt, ein bisschen Aufmerksamkeit, oder wenigstens ernsthaftes Interesse. Ich komme mir eher so vor, als würden mich die, mit denen ich noch Kontakt habe, eher ertragen oder erdulden.
An mir ist einfach nichts begehrenswertes (mehr?). Ich werde nicht mehr wahrgenommen.

Ich weiß, dass mittlerweile niemand mehr meinen Blog liest (und dass das vorher auch nur dann gemacht wurde, wenn ich darauf hingewiesen habe...), aber als Ventil für meinen Unmut ist das hier trotzdem noch gut.

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Am 07.07.2016 ging mein RaspberryPi 3 das erste mal online. Er diente mir nun lange Zeit als Server für Webseiten (u.a. lief dieser Blog hier darauf), DHCP/DNS-Server (Werbeblocker im Netzwerk, Pi-Hole), IRC-Bouncer (es soll doch tatsächlich noch Leute geben, die das nutzen, ja!) und Teamspeak Server.

Letzteres lief jedoch nicht ohne fremde Hilfe, Teamspeak läuft nativ nur auf der x86- bzw. x86-64-Architektur, der RaspberryPi hat aber einen ARM-Prozessor. Der Emulator, um das Ganze zum laufen zu bekommen, für den ich damals sogar Geld bezahlt habe, den gibt es nicht mehr. Die Schweine haben das ganze Projekt einfach eingestampft, die Lizenzen lassen sich somit nicht mehr aktivieren. An und für sich kein Problem, solange man den Server, also das Betriebssystem, aktualisieren kann ohne es neu installieren zu müssen.
...Was dann doch zu einem Problem wurde, denn durch diesen Umstand lief mein Server eine halbe Ewigkeit mit einem veralteteten Betriebssystem und somit auch veralteter Software. Gar nicht mal so gut, für ein Gerät, welches von außen überall auf der Welt erreichbar ist.

Nun, im Januar 2020 hatte ich das glück, günstig ein ThinkCentre M93p zu schießen. Endlich mehr Power! Verbaut ist ein Intel i5-4570T mit 4x3.6GHz sowie 4GB DDR3-RAM, welchen ich im laufe des Jahres noch auf mindestens 8GB upgraden werde.
Erfreulicherweise ist auch eine SSD mit 240GB verbaut (im Vergleich zu einer MicroSD mit 16GB Speicher im RaspberryPi, uff). Somit kann ich den Server problemlos um Nextcloud für meine eigene private Cloud, sowie einen Minecraft Server erweitern.

Seit dem 25.01.2020 läuft der Server auf dem ThinkCentre, ist mehr oder weniger fertig eingerichtet, hier und da fehlen noch ein paar Kleinigkeiten, aber das mache ich sobald ich Zeit und Lust darauf habe. Und ich muss zum Glück nicht mehr daran denken, wie nervig das Einrichten von nginx im zusammenspiel mit PHP war, meine Fresse.

Der RaspberryPi 3 hat zwar ausgedient, ist jedoch noch lange nicht tot. Vielleicht baue ich daraus einen Werbeblocker für jemand anderes, mal schauen.