hYpercrites Blog

Die Abenteuer eines Kevin!

Oft genug habe ich nun betont, wie sehr ich es liebe mag, alleine zu sein, jedoch ist es etwas ganz anderes, einsam zu sein.

Ich denke nicht, dass ich mir das einbilde, jedoch ist mir aufgefallen, dass mich Kontakte gerade auch von früher, immer wieder anders behandeln. Ich kann nicht genau sagen, ob es daran liegt, dass ich mich verändert habe, oder aber ob es die Menschen an sich sind, die sich ebenso geändert haben, jedoch begegnet man mir zunehmend negativ.

Wenn ich mich bei Kontakten melde, mit denen ich früher fast täglich schrieb, telefonierte oder redete, dann werde ich mittlerweile regelrecht angefahren, gar beleidigt. Aber warum ist das so? Ich hatte diese Kontakte eigentlich oftmals in guter Erinnerung, man hatte sich einfach nur auseinandergelebt, zumindest nach meiner Definition. Aber auch wenn ich jemand neues kennen lerne, dann wird mir direkt das Gefühl vermittelt, dass ich froh sein kann, sich mit mir überhaupt abzugeben.

Als kleines, wenn auch dummes Beispiel sind da Dating-Apps. Ich wurschtel mich mittlerweile aus purer Langeweile durch drei verschiedene Apps, und wenn dann mal so ein Match zustandekommt, dann wird entweder gar nicht erst geantwortet, oder geschrieben. Irgendwie verstehe ich den ganzen Krempel nicht mehr. Klar, ich werde älter und alles wird irgendwie anders, es ist nicht mehr so "leicht" jemanden "rumzukriegen", aber es kommt nicht mal mehr der kleinste Flirt zustande.

Es ist niederschmetternd, und ich habe das gefühl, so langsam an dem ganzen Kram zu verzweifeln. Ich bin nach wie vor gerne alleine, aber dennoch nicht ungewollt und trotzdem einsam. Ich habe einfach das Gefühl, dass niemand mehr Interesse an mir hat und ich sehe auch, dass das immer schlimmer wird.
Mir war schon früh bewusst, dass ich wohl oder übel irgendwann alleine vormichhin siechen werde, mir war nur nie klar, wie einsam ich mich damit fühlen würde. Das ist etwas, was ich lange Zeit nicht mehr gefühlt habe und es macht mir ehrlich gesagt schon so langsam ein bisschen Angst.

Ich denke, was mir manchmal helfen würde, wäre ein kleiner Flirt, ein bisschen Aufmerksamkeit, oder wenigstens ernsthaftes Interesse. Ich komme mir eher so vor, als würden mich die, mit denen ich noch Kontakt habe, eher ertragen oder erdulden.
An mir ist einfach nichts begehrenswertes (mehr?). Ich werde nicht mehr wahrgenommen.

Ich weiß, dass mittlerweile niemand mehr meinen Blog liest (und dass das vorher auch nur dann gemacht wurde, wenn ich darauf hingewiesen habe...), aber als Ventil für meinen Unmut ist das hier trotzdem noch gut.

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Am 07.07.2016 ging mein RaspberryPi 3 das erste mal online. Er diente mir nun lange Zeit als Server für Webseiten (u.a. lief dieser Blog hier darauf), DHCP/DNS-Server (Werbeblocker im Netzwerk, Pi-Hole), IRC-Bouncer (es soll doch tatsächlich noch Leute geben, die das nutzen, ja!) und Teamspeak Server.

Letzteres lief jedoch nicht ohne fremde Hilfe, Teamspeak läuft nativ nur auf der x86- bzw. x86-64-Architektur, der RaspberryPi hat aber einen ARM-Prozessor. Der Emulator, um das Ganze zum laufen zu bekommen, für den ich damals sogar Geld bezahlt habe, den gibt es nicht mehr. Die Schweine haben das ganze Projekt einfach eingestampft, die Lizenzen lassen sich somit nicht mehr aktivieren. An und für sich kein Problem, solange man den Server, also das Betriebssystem, aktualisieren kann ohne es neu installieren zu müssen.
...Was dann doch zu einem Problem wurde, denn durch diesen Umstand lief mein Server eine halbe Ewigkeit mit einem veralteteten Betriebssystem und somit auch veralteter Software. Gar nicht mal so gut, für ein Gerät, welches von außen überall auf der Welt erreichbar ist.

Nun, im Januar 2020 hatte ich das glück, günstig ein ThinkCentre M93p zu schießen. Endlich mehr Power! Verbaut ist ein Intel i5-4570T mit 4x3.6GHz sowie 4GB DDR3-RAM, welchen ich im laufe des Jahres noch auf mindestens 8GB upgraden werde.
Erfreulicherweise ist auch eine SSD mit 240GB verbaut (im Vergleich zu einer MicroSD mit 16GB Speicher im RaspberryPi, uff). Somit kann ich den Server problemlos um Nextcloud für meine eigene private Cloud, sowie einen Minecraft Server erweitern.

Seit dem 25.01.2020 läuft der Server auf dem ThinkCentre, ist mehr oder weniger fertig eingerichtet, hier und da fehlen noch ein paar Kleinigkeiten, aber das mache ich sobald ich Zeit und Lust darauf habe. Und ich muss zum Glück nicht mehr daran denken, wie nervig das Einrichten von nginx im zusammenspiel mit PHP war, meine Fresse.

Der RaspberryPi 3 hat zwar ausgedient, ist jedoch noch lange nicht tot. Vielleicht baue ich daraus einen Werbeblocker für jemand anderes, mal schauen.

Ich weiß, dass ich quasi gar nichts mehr hier schreibe, aber der Blog hat mittlerweile diese Art "therapeutische Wirkung" verloren, für die er anfangs gedacht war. Klar hilft es mir noch hin und wieder, sogar selbst meine eigenen Texte zu lesen, aber um so mehr verärgert es mich dann doch, wenn ich das Gefühl habe, einfach nichts mehr zu sagen zu haben.

Generell habe ich das Gefühl, mein Leben weggeschmissen zu haben. Es heißt, dass wenn man das, was man getan hat, genossen hat, dann ist es nicht verschwendet gewesen ...oder so ähnlich. Aber ich weiß nicht so recht, ich habe nie wirklich etwas aus meinem Leben gemacht, ob ich nun Spaß an manchen Dingen hatte, oder eben nicht so sehr.

Ich habe viele Chancen in meinem Leben einfach verstreichen lassen. Sei es, weil ich faul war, oder weil ich diese nicht erkannt habe, aber so nach und nach wird mir das immer wieder öfter bewusst. Ich sieche so langsam vor mich hin, werde zusehends fetter, bekomme aber den Arsch nicht hoch, um etwas zu unternehmen. Die einfachsten Dinge, die leichtesten Aufgaben, die man innerhalb weniger Augenblicke erledigen könnte, oder die einem den Tag wenigstens ein Bisschen glätten, fallen mir immer schwerer. Diese Trägheit kommt nicht alleine durch mein zunehmendes alter, ich werde einfach so langsam fett, ich weiß das, ich sehe es. Ich sah mich beim schlendern durch Ikea vor ein paar Wochen in einigen Spiegeln und war ...entrüstet, als ich sah, was aus mir geworden ist.

Ich meine, ich kann schon verstehen warum Frauen immer mehr und mehr das Interesse an mir verlieren, nichtsdestotrotz fehlt es mir immer mehr und mehr, auch mal wieder jemanden in die Arme nehmen zu können, nicht immer alleine einschlafen zu müssen. Nicht falsch verstehen, ich bin nach wie vor gerne alleine und denke auch, dass das im Moment immer noch die beste Option ist... dennoch, mir fehlt Nähe, und ich sehe nicht, wie ich daran etwas ändern kann, insofern ich nicht auch endlich anfange, etwas an mir zu ändern.

Es ist deprimierend zu sehen, dass selbst kleinste Flirts, je albern und spaßig sie auch gemeint sind, mittlerweile nur noch belächelt werden, höchstens. Dass selbst, wenn ich jemanden im Umkreis von 50km kennen lerne, man sich maximal freundschaftlich mit mir Treffen will. Natürlich will ich damit nicht sagen, dass jede gleich für immer an mich binden will, jedoch von vornherein diese Option ausschließen? Wirklich?

Ich habe das Gefühl, in meinem Leben an einem neuen Tiefpunkt angelangt zu sein und fühlte ich mich früher noch einigermaßen wohl in meiner eigenen Haut, so gefalle ich mir um so weniger, je mehr ich in mich reinstopfe, und der Selbsthass ist groß.

Ich sehe, wie die Menschen mich ansehen, wie sie mich schon immer angesehen haben, das hatte mich aber früher nie wirklich gestört... Heute geht es mir da irgendwie anders, ich weiß nicht, wie ich das Gefühl genau beschreiben kann, aber ich habe mehr und mehr den Gedanken, dass mich die Blicke "anders" durchbohren, es ist irgendwie... ich weiß nicht, abwertend(er)? Ich kann nicht mal genau sagen, ob es deshalb in meinem Kopf stattfindet, weil ich mich in meiner eigenen Haut nicht mehr wohlfühle, oder ob es wirklich so ist. Vielleicht ist es von Person zu Person unterschiedlich, aber selbst ein stink normaler Einkauf bereitet mir mittlerweile Sorgen und Kopfzerbrechen, und da stimmt doch irgendwas ganz gewaltig nicht. Ich war noch nie ein Fan von großen Menschenmengen, aber das ist dann doch irgendwie ein anderes Gefühl.

Ich weiß einfach nicht, wie lange ich das noch ertrage. Ich weiß nicht, ob ich jemals etwas daran ändern werde, und wenn, wie. Ich meine, wem soll ich etwas vormachen? Ich bin nun mal faul, habe keine Motivation, keinen Antrieb. Ich hätte vielleicht gerne jemanden, mit dem ich alles zusammen machen kann, sei es auch nur ein täglicher Spaziergang um wenigstens mal wieder etwas in Schwung zu kommen, ohne dass mir alleine durch das ausräumen des Geschirrspülers die Puste wegbleibt. ...es ist traurig.

Im grunde genommen möchte ich doch auch nur hin und wieder mal ein bisschen Anerkennung erhalten. ...Anerkennung ist vielleicht das falsche Wort, aber irgendwie ist es dann wiederum doch treffend, ich weiß einfach nicht. ...Zuneigung. Ja, zuneigung trifft es irgendwie auch ganz gut, oder besser. Hm.